10.01.2024 Ein Schock am Nachmittag

Wir lagen seit sechs wach, kuschelten und dösten ein wenig weiter. Herrin hatte mich kurz aufs Klo hoppeln lassen und mich danach nicht wieder im Bett befestigt. Als der Wecker um 6:45 klingelte, machte Herrin weiterhin keine Anstalten, aufzustehen. Das ging so bis viertel nach sieben, dann erfolgte Ihr Befehl "Umdrehen!" und ich erhielt dieses Mal die morgendlichen sechs Kochlöffel Schläge. Da meine Hoden sehr entspannt da lagen, fragte ich Herrin, ob Sie wünsche, dass ich es mit dem Stretcher probiere. Sie bejahte und ich zwängte meine Hoden erfolgreich in den Stretcher mit Kette.

So ließ ich mich dann auf allen vieren zu Ihren Füßen nieder und begann sie zu liebkosen. Besondere Erregung erhalte ich neuerdings durch Ihre großen Zehen. Es schüttelt mich vor Wonne, wenn ich sie in meinen Mund nehmen und anknabbern darf. Und Herrin schüttet sich regelmäßig vor Lachen aus, dass ich so auf Ihre großen Zehen reagiere. Peinlich!

Meine weiteren, morgendlichen Pflichten erledigte ich in der Maske und mit Earplugs. In der Parkposition, blind, taub und stumm, verbrachte ich fünf Minuten, ehe Herrin mich für den Vormittag an das Stehpult schickte. Bereits früh begann ich mit dem Kochen der Rote Bete. Der Blog war um halb elf fertig und das Essen, Rote Bete mit überbackenem Ziegenkäse und Röstkartoffeln, stand Punkt zwölf für Herrin bereit. Allerdings hatte ich vergessen, Salat dafür mit einzuplanen. Eintrag ins Strafbuch. 

Geschmeckt hat es uns dann - Herrin hatte mir zum Essen am Boden die Maske abgenommen - recht gut. Allerdings fehlte Herrin die süß-säuerliche und erfrischende Note des Salats.

Nach dem Essen brachen wir zu einer einstündigen Wanderung auf. Bei wolkenlosem Himmel liefen wir durch die malerische, grüne Landschaft und genossen die frische Luft. "Und wenn wir zu Hause sind, kochst uns einen Kaffee und danach gehst raus, den großen Auslauf für die Hühner vorbereiten, mein sklave." Mein Nachmittag schien damit vorbestimmt. Da am Achten bereits der Zaun für den Auslauf gekommen war, war es mir nach dem Kaffee  bestimmt, eine einfache Türkonstruktion in den Rasen vor dem Hühnerkäfig zu verankern. Kein großes Ding, sollte man meinen. Da ich den Imbus für den Stretcher Ring auf unsere kleine Tour mitzunehmen vergessen hatte, gab es aber erst mal einen weiteren Eintrag ins Strafbuch. 

Die Idee war für den Auslauf, die Tür zum großen Käfig auch als Tür im aufzustellenden Zaun zu verwenden. Dazu musste nur ein langes Alu Rohr, etwa einen Meter entfernt vom Maschendraht der Voliere, in den Boden getrieben werden, in das ich dann den simplen Verschlussmechanismus der Tür ebenfalls einrasten lassen konnte. Dazu hatten wir eine lange, extrem schwere Eisenstange gekauft, mit dem die Bauern hier die Löcher für Holzpflöcke Ihrer Schafumzäunungen "vorbohren". Mit viel Kraft und der Schwerkraft treibt man die etwa 1,70 Meter lange und mindestens 25 Kilo schwere Vollmetalllanze in den Boden. Wieder und wieder, bis man die gewünschte Tiefe erreicht hat. Ich machte mich an die Arbeit und fluchte über den steinigen Boden, der mich jeden Zentimeter Vorwärtskommen hart erarbeiten ließ. Irgendwann steckte ich die gewünschte Alu Stange in den Boden. Noch nicht sicher verankert. Ich würde mindestens noch 10 Zentimeter extra Tiefe benötigen. 

Erneut rammte ich den schweren Metallspieß in den Boden. Als ich ihn zurückzog, füllte sich das Loch umgehend mit einer hellroten Flüssigkeit. Der Geruch war sofort durchdringend: Ich war überraschenderweise auf Öl gestoßen! Sofort sprang ich in den Schuppen und drehte den Ölhahn ab. Und informierte Herrin, die Ihrerseits im Haus sofort den Ölbrenner unserer Heizung abdrehte. "Na, super!", dachte ich. "Und das mitten in der kältesten Zeit!" Sofort begann ich damit, ein Loch auszuheben, um den Schaden an unserer Ölleitung aus der Nähe zu besehen. Herrin unterbrach Ihre Arbeit und wir beide wühlten die Erde, und vor allem das viele Gestein in der selben, auf. Schließlich erreichten wir die Leitung. Ein knapp 1 Zentimeter dickes Kupferrohr mit einer Plastikummantelung. "Wahnsinn! Bei deinem Glück solltest du mal wo anders nach Öl oder Gold bohren, mein Schatz!" Die Leitung war in etwa 30 Zentimeter Tiefe schräg durch den Garten zwischen Haus und Schuppen verlegt worden. Schräg! Und bei der gesamten Größe unseres Gartens genau die eine Stelle für das zwei mal zwei Zentimeter große Loch zu treffen, wo ich einen Alu Tür Rahmen einsetzen wollte. "Gratulation, mein sklave!", stellte denn auch Herrin kopfschüttelnd fest.

Guter Rat war zunächst nicht teuer. Wir fuhren sofort, stinkend nach Öl, wie wir nun waren, zum Baumarkt. Die schickten uns ins Plumbing Center im Ort. Die verkauften uns dann für 2 Euro einen Verbinder, mit dem Hinweis, das betreffende Rohr vorne und hinten abzusägen, den Verbinder einzusetzen und fertig. "Dafür brauchst Du keinen Installateur." Zu Hause angekommen schnitt ich die Plastikummantelung um das Rohr ab. Der Schaden, Loch und verbogenes Rohr, war etwas länger als das Verbindungsteil. Auch schien uns beiden die Dicke des Verbinders nicht passend. In meiner Not erinnerte ich mich an einen Öl-Heizungsinstallateur ganz in der Nähe, den ich schon mal kennen lernen durfte. Herrin ließ mich anrufen und tatsächlich ging er ran. Ich schilderte ihm das Problem, sandte ein Photo des Schlamassels und erhielt Anweisungen: "Heb die Grube größer aus, dann komme ich abends vorbei." Herrin und ich machten uns an die Arbeit. Als wir endlich die gewünschte Größe des Lochs erreicht hatten, entledigten wir uns der nach Öl stinkenden Klamotten und versuchten auch unseren eigenen Öl Gestank an den Händen, mit viel Seife, wieder weg zu bekommen. Das gelang uns nicht vollständig. "So eine Scheiße, mein sklave. Ich hatte vor einen ganz ruhigen Abend zu verbringen. Also für mich ruhig. Für dich....egal. Nicht zu ändern. Und jetzt diese Sauerei. Musste das wirklich sein?" Was sollte ich sagen? Ich zuckte mit den Achseln. "Tut mir leid, Herrin. Aber so viel Pech muss man auch erst mal haben."

Logischerweise konnte Herrin mich im Haus nicht mehr in Ketten legen, ehe der Handwerker vorbeigekommen war. Daher nahm ich auch das Abendessen Herrin gegenüber am Tisch ein. Wir aßen Brot, Rührei und ein sehr leckeres Toast mit Entenleberpastete. Gegen halb sieben traf der Installateur ein. Gegen sieben hatte er die Leitung repariert und wir waren, vermutlich überzogene, 70 Euro leichter. Es war schon reichlich frisch im Haus geworden und so waren wir heilfroh, dass die Heizung wieder problemlos lief.

Den weiteren Abend verbrachten wir, sklave nun wieder angekettet, vor und auf der Couch und sahen unsere Serie weiter. Herrin hatte aus der Weinliste noch eine schöne Flasche Rotwein ausgesucht, einen Adeneuer kleine Kammer 2020, der wirklich hervorragend schmeckte. Ins Bett gingen wir kurz vor elf. Und sklave wurde nun, dank Stretcher, wieder Vierpunkt befestigt.

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