01.01.2024 Viel Wasser am Neujahrstag

Als wir morgens gegen halb neun wach wurden, war der Sturm abgezogen. Wach wurden wir durch das dumpfe "Kikeriki" unseres Hahns im Häuschen. Herrin sprang lachend auf, zog sich an und wünschte unserem Federvieh ein gutes Neues Jahr. Und kam zurück ins Bett. Wir blieben tatsächlich bis etwa zehn im Bett. Dann aber schoss Herrin hoch und meinte: "Nachdem die Kinder gestern nicht mal den Alarm gehört haben, begrüßen wir das Neue Jahr mit dem Kochlöffel. Den werden Sie dann auch nicht hören." Die Laut klatschenden Schläge wären sicher zu hören gewesen.....

Herrin blieb liegen, streckte mir aber huldvoll Ihre Füße im Bett entgegen und meinte: "Ich bleib liegen. Koch du mal Kaffee, mein sklave." So zog ich mich an, tappte in die Küche und kochte Kaffee, räumte auf, spülte ab und, als ich fertig war, gingen Herrin und ich hinaus zu den Hühnern, ein wenig den Stall reinigen. Es hatte inzwischen aus dicken Wolken angefangen zu regnen. Binnen kürzester Zeit waren wir nass, trotz Regenjacken. Also stapften wir zurück ins Haus und bereiteten Frühstück vor. Herrins Wunsch, nach einem Frühstück zu zweit, konnte nicht entsprochen werden, da K1 bereits wach war und uns Gesellschaft leistete. 

Nach dem Frühstück warf ich einen Blick aus dem Fenster. Der Regen hatte bereits die Nacht über den Fluss anschwellen lassen - selbst unsere Wiese war bereits triefend voll von Wasser, das nicht mehr ablief - und der, nun noch stärkere Regen, bedeutete nichts Gutes. Auch Met Eireann, die staatliche irische Wetterstelle, prognostizierte für den Rest des Tages und die Nacht weitere sintflutartige Regenfälle. Herrin hatte auf Facebook gelesen, dass unser Städtchen, ob der unfassbaren Mengen Wassers, die derzeit nicht nur in Niedersachsen rumliegen, Sandsäcke ausgegeben hatte. K1, Herrin und ich fuhren daher zu dritt zur Ausgabestelle, um Säcke einzuladen, die wir am Zugang Richtung Fluss als Sperre würden hinlegen können. 

Die Lagerstelle war ziemlich leer geräumt. Wir konnten nur noch sechs Säcke finden. Mit diesen im Kofferraum machten wir uns auf den Heimweg. Da auch ich noch zwei große Plastiksäcke voll Sand beim Schuppen hatte, konnten K1 und ich zumindest eine Sperre in Höhe von dreißig Zentimeter errichten. Besser als nichts. Zumal das Wasser nur noch knapp einen Meter höher steigen musste und schon weit im Weg stand.

Inzwischen war auch K2 "schon" aus dem Bett gekrochen. Mit K2 begann ich einen Enten Sud für das Essen am zweiten Januar zu kochen. Als wir damit durch waren, gab Herrin mir als Aufgabe mit, die Reste vom Raclette fürs Abendessen vorzubereiten. Punkt 17 Uhr war auch das letzte Baguette aufgebacken und wir konnten die Reste Runde Raclette einläuten. 

Wir hatten Glück. Der prognostizierte Wolkenbruch blieb aus, es kamen sogar die Sterne heraus und der Fluss, er hat nur eine Länge von etwa fünfzehn Kilometern zwischen Ursprung und Meeresmündung, verlor daher auch sofort wieder an Pegel. Und auch die Raclette Zutaten gingen stetig zur Neige. Am Ende blieben nur noch ein paar Kartoffeln und Broccoli übrig. Prima Hühnerfutter!

K1 und ich beschäftigten uns zusammen noch etwas mit dem Computerspiel, das Herrin mir genehmigt hatte. Und  als das Kind sich schließlich in den Living zurückzog, wagte ich mich an den Blog vom 31.12. Immerhin gelang es mir diesen fertig zu stellen, ehe Herrin und ich gegen 22:30 ins Bett gingen. Wie immer, blieben die Kids noch länger auf. Als wir schließlich im Bett lagen, meinte Herrin: "Wenn die Kids weg sind, machen wir noch ein, zwei Tage bisl langsam. Aber dann wirst du wieder so mein sklave sein, wie ich mir das vorstelle. Klar, mein sklave?" "Ja, Herrin."

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